Immobilien-ABC S

Studentenwohnung


Kleiner Grundriss, knappes Budget: Was eine Studentenwohnung ausmacht und was sie kostet

Eine Studentenwohnung ist eine kleine, preisgünstige Unterkunft, die auf die Bedürfnisse von Studierenden zugeschnitten ist. Typischerweise liegen die Grundrisse zwischen 20 und 35 Quadratmetern, die Lage in Hochschulnähe oder mit guter ÖPNV-Anbindung spielt eine zentrale Rolle. Angeboten werden solche Wohnungen sowohl von staatlich oder kirchlich getragenen Studierendenwerken als auch von privaten Vermieterinnen und Vermietern.

Welche Wohnformen es gibt

Am günstigsten sind in der Regel Zimmer in Studierendenwohnheimen: Häufig 12–20 Quadratmeter mit Gemeinschaftsküche und -bad, die Warmmiete liegt je nach Stadt und Träger deutlich unter dem freien Markt. Der Haken: Wartelisten von einem halben Jahr und mehr sind keine Seltenheit, und die Verträge laufen meistens nur für die Dauer des Studiums.

Wohngemeinschaften sind die verbreitetste Alternative. Ein Zimmer in einer größeren Wohnung, geteilte Nebenräume, soziales Umfeld inklusive. Private Einzelappartements bieten mehr Rückzug, kosten aber entsprechend mehr. Daneben gibt es Mikroapartments, die auf 15–25 Quadratmetern alles unter einem Dach vereinen: Schlafbereich, Kochzeile und Bad in einem durchdachten Grundriss.

Lage, Ausstattung und was wirklich zählt

Für Studierende ist die Erreichbarkeit der Hochschule oft wichtiger als die Quadratmeterzahl. Ein Fahrradweg von zehn bis zwanzig Minuten oder eine direkte ÖPNV-Verbindung spart täglich Zeit und Geld, besonders dort, wo das Semesterticket den Nahverkehr abdeckt.

Bei der Ausstattung gilt: zweckmäßig schlägt repräsentativ. Laminat statt Parkett, eine funktionale Küchenzeile, eine Dusche und ein stabiler Internetanschluss sind die relevanten Kriterien. Möblierte Wohnungen erleichtern den Einzug, verlangen aber einen Aufpreis, der sich über die Mietdauer summieren kann.

Im Rems-Murr-Kreis pendeln viele Studierende der Stuttgarter Hochschulen in das Umland. Wohnungen in Fellbach, Waiblingen oder Kernen im Remstal sind wegen der direkten S-Bahn-Verbindung nach Stuttgart durchaus attraktiv, auch wenn dort kein Campus vor der Tür liegt. Für Eigentümer kann das relevant sein: Eine kleine Wohnung in Fellbach lässt sich auch an Studierende vermieten, ohne dass der Standort typisch studentisch wirken muss.

Kosten und was Eigentümer wissen sollten

Die Mietpreise variieren stark je nach Stadt und Angebot. In Hochschulstädten mit angespanntem Wohnungsmarkt bewegen sich Studentenwohnungen deutlich oberhalb der Wohnheimmieten. Hinzu kommen Nebenkosten, falls keine Warmmiete vereinbart ist, sowie eine Kaution von bis zu drei Monatsmieten.

Für private Vermieter im Remstal gilt: Befristete Mietverträge sind nur dann rechtssicher, wenn ein anerkannter Befristungsgrund nach Paragraf 575 BGB vorliegt. Ein Zeitmietvertrag “auf die Dauer des Studiums” hält einer gerichtlichen Prüfung in der Regel nicht stand. Wer eine kleine Wohnung an Studierende vermieten möchte, fährt mit einem ordentlichen unbefristeten Mietvertrag auf der sicheren Seite und kalkuliert die übliche dreimonatige Kündigungsfrist ein.

Wohnungssuche und Bewerbung

Wer rechtzeitig sucht, hat die besseren Chancen. Idealerweise beginnt die Suche zwei bis drei Monate vor Semesterbeginn. Neben den Plattformen der Studierendenwerke sind Portale wie WG-gesucht oder ImmoScout übliche Anlaufstellen. Vermieter sollten bei der Bonitätsprüfung berücksichtigen, dass viele Studierende kein eigenes Einkommen nachweisen können. Eine Bürgschaftserklärung der Eltern ist in diesem Segment weit verbreitet und ersetzt den fehlenden Einkommensnachweis.

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