Immobilien-ABC R

Raumaufteilung


Wie Räume angeordnet sind, entscheidet über Wohnqualität und Marktwert einer Immobilie.

Raumaufteilung meint, wie die einzelnen Räume eines Hauses oder einer Wohnung angeordnet und einander zugeordnet sind. Eine durchdachte Aufteilung entscheidet darüber, ob eine Immobilie im Alltag funktioniert. Sie beeinflusst den Wohnkomfort, die Flexibilität für verschiedene Lebensphasen und letztlich den Preis, den Käufer bereit sind zu zahlen.

Was eine gute Raumaufteilung ausmacht

Eine bewährte Faustregel: Die Bereiche einer Wohnung sollten sich klar in Zonen gliedern, die unterschiedliche Anforderungen haben.

Der Wohnbereich braucht Tageslicht und Offenheit, der Schlafbereich Ruhe und Abstand zur Straße. Küche und Hauswirtschaft profitieren von kurzen Wegen zur Esszone. Das Bad liegt im besten Fall in der Nähe der Schlafzimmer, damit nächtliche Wege kein Thema werden. Arbeitszimmer und Homeoffice brauchen eine gewisse Abgeschlossenheit, sonst leidet die Konzentration.

Was viele unterschätzen: der Anteil der Verkehrsfläche. Flure und Dielen sind notwendig, aber jeder Quadratmeter Flur, der nicht genutzt werden kann, fehlt anderswo. Ein effizienter Grundriss hält die Erschließungsfläche so klein wie möglich und gibt den Raum an die Zimmer weiter.

Grundrisstypen und ihre Konsequenzen

Im Bestand des Remstals, also in den Baugebieten der 1960er bis 1980er Jahre in Fellbach, Kernen oder Waiblingen, begegnet uns vor allem der klassische Flurgrundriss: Ein zentraler Flur erschließt alle Zimmer, jeder Raum ist klar abgetrennt. Das bietet Privatsphäre, wirkt aber oft beengt und verschenkt Fläche.

Neuere Bauten setzen auf offene Grundrisse, bei denen Wohn-, Ess- und Kochbereich ineinander übergehen. Das erzeugt Großzügigkeit, auch wenn die Quadratmeterzahl nicht größer ist. Der Nachteil: Gerüche und Geräusche verteilen sich freier, und für Familien mit Kindern im Schulalter ist ein Rückzugsraum schwerer zu organisieren.

Eine dritte Variante sind Split-Level-Grundrisse, bei denen einzelne Ebenen um eine halbe Treppe versetzt liegen. Aus der Planung kennen wir das als reizvolle Lösung für Hanglagen, von denen es rund um den Kappelberg oder in den Höhenlagen von Kernen einige gibt. In der Praxis bedeutet Split-Level aber auch: keine ebenerdige Erschließung, Nachrüsten von Barrierefreiheit wird aufwendig.

Was das für den Verkauf bedeutet

Ob eine Raumaufteilung den Wert einer Immobilie stützt oder drückt, lässt sich nicht pauschal beantworten, aber es lassen sich Muster benennen.

Zeitgemäße Aufteilungen mit offenem Wohnbereich und einem separaten Arbeitszimmer werden seit einigen Jahren stärker nachgefragt, das gilt auch für unseren Markt östlich von Stuttgart, wo viele Käufer pendeln und Homeoffice-Tage einplanen. Grundrisse, die das nicht bieten, lassen sich zwar trotzdem verkaufen, aber die Preisvorstellung muss entsprechend realistisch sein.

Ein Umbau zur Optimierung kann den Wert steigern, sollte aber vor dem Verkauf sorgfältig abgewogen werden. Nicht jede bauliche Veränderung rechnet sich im Verhältnis zum investierten Aufwand. Wir schauen uns das gemeinsam mit Ihnen an und sagen Ihnen, was auf dem aktuellen Markt tatsächlich etwas bringt und was eher dem eigenen Geschmack dient als dem Verkaufspreis.

Alle Begriffe von A bis Z

Konkreter Fall?

Reden wir darüber


Ein Lexikonartikel beantwortet die allgemeine Frage. Was er in Ihrem Fall bedeutet, klären wir am besten im Gespräch. Das kostet nichts.

Kontakt aufnehmen +49 711 25515738