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Parkett


Holzboden mit Charakter: was Parkett kostet, wie lange es hält und was es beim Verkauf bringt

Parkett ist ein Fußbodenbelag aus Holz, der entweder durchgehend aus Vollholz gefertigt oder mehrschichtig aufgebaut wird. Er gilt als einer der langlebigsten Bodenbeläge überhaupt: Bei guter Pflege hält ein Parkettboden Jahrzehnte, lässt sich aufarbeiten und sieht danach oft besser aus als viele Neuware-Alternativen. Für Eigentümer, die verkaufen oder vermieten wollen, ist Parkett deshalb mehr als eine Geschmacksfrage.

Aufbau und Typen

Der Unterschied zwischen den Parkettarten liegt vor allem in der Nutzschicht. Massivparkett besteht durchgehend aus Vollholz in Stärken von 10 bis 22 Millimetern. Es kann mehrfach abgeschliffen werden, oft fünf bis zehnmal, was die Gesamtlebensdauer auf 50 Jahre und mehr ausdehnt. Mehrschichtparkett trägt eine echte Holzschicht von 2,5 bis 4 Millimetern auf einem Trägermaterial. Es ist dimensionsstabiler, verträgt sich besser mit Fußbodenheizung und erlaubt trotzdem noch ein bis drei Schleifgänge. Fertigparkett kommt werkseitig versiegelt und ist vor allem dann interessant, wenn schnell verlegt werden soll.

Eiche ist die mit Abstand meistgewählte Holzart, weil sie hart, optisch neutral und zeitlos wirkt. Buche und Nussbaum folgen, bei den Exotenhölzern wie Merbau oder Teak spielt auch der Nachhaltigkeitsaspekt heute eine größere Rolle als früher.

Verlegung und Untergrund

Wie der Boden verlegt wird, hat direkte Auswirkungen auf Stabilität, Schallverhalten und spätere Flexibilität. Die vollflächige Verklebung ist die stabilste Methode und die richtige Wahl bei Fußbodenheizung. Schwimmend verlegte Böden auf Dämmunterlage lassen sich ohne Rückstände wieder entfernen, was bei Mietobjekten praktisch sein kann. Die traditionelle Vernagelung auf Lagerhölzern findet man vor allem bei Sanierungen im Altbau.

Entscheidend ist in jedem Fall der Untergrund: Er muss eben, trocken und tragfähig sein. Aus der Planung kennen wir Fälle, in denen ein neuer Parkettboden kurz nach der Verlegung Wellen zog, weil die Restfeuchte im Estrich nicht gemessen wurde. Diese Prüfung kostet wenig und spart viel Ärger.

Oberfläche und Pflege

Versiegelte Böden schützen das Holz gut vor Feuchtigkeit und Abrieb, sie sind leicht zu reinigen und in verschiedenen Glanzgraden erhältlich. Geölte Oberflächen betonen die natürliche Maserung stärker, brauchen aber regelmäßige Nachpflege. Im Alltag reichen Kehren und feuchtes Wischen mit geeignetem Parkettreiniger. Filzgleiter unter Möbeln verhindern die häufigsten Kratzer.

Wenn ein Boden nach Jahren stumpf oder stark beansprucht wirkt, ist Abschleifen und Neuversiegeln oft günstiger als der Austausch. Erfahrungsgemäß liegen die Kosten dafür bei 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter.

Kosten und Wertbeitrag beim Verkauf

Die Preisspanne ist breit. Fertigparkett beginnt bei rund 30 Euro pro Quadratmeter, Massivparkett liegt zwischen 50 und 150 Euro, edle Hölzer können 300 Euro und mehr kosten. Hinzu kommen Verlegekosten von etwa 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter.

Im Remstal, wo Bestandsimmobilien in Fellbach oder Kernen im Remstal oft mit Käufern konkurrieren, die aus dem Stuttgarter Markt ausweichen, zählen Ausstattungsmerkmale sichtbar. Ein gepflegter Parkettboden wirkt bei der Besichtigung sofort, er braucht keine Erklärung. Wir sehen bei gut gepflegten Böden regelmäßig, dass Kaufinteressenten das als Zeichen für den allgemeinen Pflegezustand eines Hauses werten. Ein abgewohnter oder beschädigter Boden hat den gegenteiligen Effekt: Er senkt die Preiserwartung stärker, als die Aufarbeitung tatsächlich kosten würde. Das sollten Eigentümer vor dem Verkauf im Blick haben.

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